Dienstag, 21. August 2012

So, nun haben wir uns wieder von der Aufregung erholt!

Ja, das war wirklich ein Erlebnis!
Eigentlich haben wir den "Besucher" erst entdeckt, als die Katze flugs aus dem Esszimmer rannte und draußen etwas anstarrte. Wir folgten ihren Blicken und - da erhob sich aus dem Gras eine Kobra! Zwar noch jung, aber - eine Schlange in unserem Garten!
Zuerst mussten wir natürlich fotografieren!
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Dann fiel mir ein: irgendwie muss die arme Schlange wieder aus meinem Garten raus. Man ruft hier also einen "snake-catcher" an, aber der ließ auf sich warten. So hatten wir nach 30 Minuten die security-crew in unserem Garten, später noch die Nachbarn um uns herum. Der Schlangenfänger erschien erst nach 2 Stunden (das war dann auch der 3., den ich angerufen hatte). Professionell packte er die Kobra am Schwanz und hielt ihr mit der anderen Hand einen Haken hin, um den sie sich wickeln konnte.
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Unter den gespannten Augen aller Umstehender ließ er die "spectacled cobra" in einen Stoffsack gleiten. Irgendwo auf dem freien Feld ließ er die Schlange dann frei.
Schlangen bringen nämlich Glück!

Sonntag, 19. August 2012

Heute mittag kurz vor unserem Frühstück ...

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... mehr darüber später!

Donnerstag, 16. August 2012

Ein Besuch bei Pater Dr. Antony Sebastian

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ECHO - Empowerment of Children and Humanrights Organisation
(www.echoindia.org)
Die Empfehlung, Pater Dr. Antony Sebastian, der diese Organisation im Jahr 2000 gegründet hat, zu unterstützen, kam vom Bayerischen Kultusministerium! Pater Antony ist Rechtsanwalt, Prämonstratenserpater und arbeitet auch als Richter für Fälle, in denen Kinder die Täter sind. Ein großes Problem in Riesenstädten wie Bangalore ist die Migration: viele Familien kommen, da sie auf dem Land wegen Trockenheit oder Arbeitslosigkeit kein Auskommen mehr haben, in die Städte. Aber auch dort finden sie kaum Arbeit oder es reicht nicht für alle. So schicken die Eltern ihre Kinder zum Arbeiten anstatt in die Schule. P1000722 Schnell landen sie im Straßenmilieu, sind von zu Haus vernachlässigt, keine Ausbildung und eine Straftat zu begehen, ist dann kein weiter Weg mehr. In der Regel nehmen die Familien Kinder, die einmal in einem Gefängnis saßen, nicht mehr auf! Das Stigma ist zu groß!
Landet ein Kind bei der Polizei, bekommt Pater Antony einen Anruf und er oder einer seiner Mitarbeiter kommt zur Dienststelle. Sie versuchen zu helfen, bringen die Kinder ins ECHO-Zentrum, geben Essen, Kleidung und schicken sie zur Schule. Später können sie sogar zu Hilfspolizisten ausgebildet werden. Pater Antony hat auch ein eigenes Kindergefängnis gegründet, denn jeder kann sich vorstellen, wie es zugeht, wenn Erwachsene und Kinder gemeinsam dort sind! Die Eltern bekommen monatlich 60 kg Reis, Linsen und Öl, damit sie nicht mehr auf die Kinderarbeit angewiesen sind. In Bangalore wohnen 200 Kinder im Zentrum, 2.000 sind derzeit in Betreuung. 5 verschiedene Zentren hat Pater Antony in Bangalore bereits aufgebaut. Dazu organisiert er jährlich die "Bala mela", ein Treffen für behinderte, straffällig gewordene, verlassene oder verarmte Kinder. In diesem Jahr möchte er im November die "Bala olympics" durchführen!
Etwas ganz Besonderes hat er auch noch mit seinen Mitarbeitern ins Leben gerufen: das Musical "Parivarthan" (youtube!) Es erzählt von Kindern, die straffällig geworden sind und wird auch in der Mehrzahl von diesen Kindern gespielt und gesungen. Ich werde versuchen, in diesem Schuljahr Pater Antony und seine Arbeit zu unterstützen und ich hoffe, dass wir das Musical an der BIS aufführen werden!

Samstag, 11. August 2012

Wunderschöne Tage am Kabini River in Orange County

Nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal konnten wir ein Wochenende in Kabini verbringen! Leider hat der höchste Gerichtshof in Indien eine Woche vor unserer Anreise beschlossen, dass in ganz Indien in den Wildlife-Resorts keine Jeep- und Boatsafaris mehr durchgeführt werden dürfen. Und das ist eigentlich das Spannende in Kabini. Aber nichtsdestotrotz gab es eine Menge an Alternativprogramm, das kaum weniger erlebnisreich war!
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Der heutige Tag führte uns nach meiner morgendlichen Yoga-Klasse in den Banerghatta-National-Park am Stadtrand von Bangalore. Der Park ist 104 qkm groß und beherbergt Leoparden, Löwen, Tiger und weiße Tiger, Pfauen und weiße Pfauen, Schlangen, Zebras, Elefanten und noch viel mehr. Man wird mit einem Bus (vergitterte Fenster!) durch den Park gefahren und ich konnte wirklich tolle Bilder machen:
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Mittwoch, 8. August 2012

Schulbeginn!

Heute war mein erster Schultag!
Erst mal nur für die Lehrer. Anders als im letzten Schuljahr gab es gleich volles Programm: Zunächst sprach die Schulleiterin (leider konnte ich hier wegen meines Besuchs in einer Zahnklinik - Inlay herausgefallen - nicht dabei sein!!). Anschließend hatten wir eine Elementary- , eine Middleschool- und eine Highschool-Sitzung. Auch an anderen Schulen hat der Unterricht bereits begonnen:

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"Indisch":
Die Stundenpläne werden erst innerhalb der nächsten vier bis fünf Arbeitstage fertig sein.
Die gesamte nächste Woche wird schulfrei für alle sein, denn die Bau- und Renovierungsarbeiten in der Schule sind nicht abgeschlossen.
(Der Vorteil: Ich muss mir für den nächsten Zahnklinikbesuch keinen Nachmittag frei nehmen!!)

Donnerstag, 19. Juli 2012

Die letzte Station auf unserer Kashmir-Reise: Shimla

Von Shimla wurde mir immer wieder vorgeschwärmt und ich stellte mir die Stadt etwa wie St. Moritz vor. Es liegt auf 2.200m Höhe und ist der Hindu-Göttin Shyamala Devi, einer Reinkarnation der im Hinduismus verehrten Göttin Kali, geweiht.
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Leider hat die Stadt meiner Meinung nach durch übermäßige Bebauung, den Verfall der alten viktorianischen Gebäude und die Ansiedelung vieler kleiner Touristengeschäfte an Charme verloren. Der Ort gehörte früher zum nepalesischen Königreich und hieß Shyamala. Er wurde 1819 von den Briten in Besitz genommen. Von 1834 bis 1939 zog die gesamte Regierung Britisch-Indiens (zuerst von Kolkata, später von New Delhi) in den Sommermonaten in die kühle Höhe Shimlas. Shimla wurde Teil einer Inszenierung britischer rassischer Überlegenheit: Bis zum Bau der Eisenbahn vollzog sich dieser Umzug als eine Karawane mit zweispännigen Tongas, die in acht Stunden die Fahrt durch die Hügellandschaft von Kalka nach Shimla zurücklegte. Seit 1903 ist der Ort mit der Kalka-Shimla-Strecke an das Eisenbahnnetz angeschlossen.
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Traditionell blieb es während der britischen Kolonialzeit dem Vizekönig von Indien, dem britischen Oberbefehlshaber der Indischen Armee und dem Gouverneur des Panjab vorbehalten, in Shimla eine Kutsche, später ein Auto zu benutzen, während die übrige Kolonialgesellschaft Rikschas für den Personentransport und Ochsenkarren für den Gütertransport benutzte. Mit ihnen wurden die Luxusgüter für die Kolonialgesellschaft zu den legendären Banketten geschafft, um vornehme Bälle im Stil viktorianischer Gesellschaft zu feiern.
Die Hauptfußgängerzone The Mall liegt auf dem Grat und bietet eine gute Aussicht auf Stadt und den Himalaya. Bis zum Ersten Weltkrieg war The Mall für Inder verbotenes Terrain. Hier befanden sich Banken, Teesalons und Geschäfte der britischen Kolonialgesellschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es auch Indern erlaubt, The Mall zu betreten, vorausgesetzt, sie trugen keine indische Kleidung.(Wikipedia)
Am nächsten Tag brachen wir von Shimla Richtung Chandigarh auf, um von dort aus wieder in unser heimatliches Bangalore zurück zu fliegen. Ein sehr abenteuerlicher Urlaub mit unglaublich vielen wunderbaren Eindrücken, schönen Begegnungen und aufregenden Erlebnissen!
SOMMERPAUSE in Deutschland bis Anfang August!
Schöne Ferien!!

Mittwoch, 18. Juli 2012

Manali - die Heimat des Manu

Manali liegt in einer Höhe von 1.900 m am Fluss Beas, 40 km nördlich der Stadt Kullu und 50 km südlich des Rohtang-Passes. Die Stadt ist aufgeteilt in das heutige moderne Markt- und Touristenzentrum Manali (die alte Poststation der Briten) und das ursprüngliche "Old Manali", malerisch auf einem Hügel gelegen mit Obstgärten, traditionellen Stein- und Lehmhäusern und frei laufendem Vieh. Manali bedeutet wörtlich "Heimat des Manu". Manu ist der mythologische Charakter, der der Sage nach überlebt hat, als die Welt von der großen Flut heimgesucht wurde. Einer Version nach fiel seine Arche nach der Flut bei Manali auf festen Grund, und Manu erschuf das menschliche Leben wieder. Die Region von Manali gilt als heilig und Hindus pilgern von weither zu den heiligen Stätten, vor allem zur Tempelanlage der Göttin Hidimba Devi im tausendjährigen Zedernwald von Dhungri. (Wikipedia)
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Für uns war Manali ein bisschen seltsam, da es auch leider ein Treffpunkt für junge Leute aus aller Welt war, um dort ungestört Marihuana zu rauchen. Schade!

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Morgen noch ein vorerst letzter Beitrag von unserem Urlaub aus Kaschmir und dann kommt erst mal die SOMMERPAUSE!!

Dienstag, 17. Juli 2012

Von Sarchu nach Manali

Als ich gegen 5.30 zum ersten Mal aufwachte, war ich froh, dass es bereits hell war und die Nacht vorbei! Es war sehr kalt am Morgen und die Höhe von 4.400m machte sich einfach bemerkbar. Die Royal-Enfield-Biker waren überraschend gesittet und unsere Nachtruhe wurde nicht gestört. Früh morgens verließen wir also nach einem kurzen 'Frühstück unser Zeltcamp Richtung Manali. Atemberaubend war die Landschaft, aber auch die Qualität der Straßen. So stockte mir oft der Atem, weil die Straße nur einspurig befahrbar war, ein Teil der Fahrbahn schon abgebrochen war und uns auch noch eine Schafherde entgegenkam.
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Am Abend erreichten wir dann den Ort Manali, der noch sehr urtümlich erhalten ist, aber etwas unrühmliche Berühmtheit erhalten hat durch Anbau und Verwendung von Marihuana.
Nun gibt es noch Berichte von zwei Tagen, dann läute ich hier im blog die Sommerpause ein!!

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