Sonntag, 23. Oktober 2011

Blick von der Schule aus in alle Himmelsrichtungen

Wenn ich in meiner Schule in den 5.Stock hinaufgehe, kann ich in alle Richtungen weit schauen:

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Und falls ihr zu Haus in Deutschland schon ein bisschen friert, hier der morgendliche Blick aus unserem Schlafzimmerfenster:

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Dienstag, 18. Oktober 2011

Spic Macay Yakshagana

Heute hatten wir in der Schule wieder das große Vergnügen, eine Vorführung einer Spic Macay Gruppe zu sehen: Yakshagana. "Yakshagana has been embedded in the history and culture of Karnataka for the past thousand years. This is a classical folk art, which has its roots in the mythologies and holy texts. Literally Yakshagana means songs of the Yakshas who, according to Hindu mythology, are demi gods and the attendants of Kubera. Traditionally Yakshagana was performed at night. The plays are a unique blend of stylistic elements from Sanskrit drama, and themes are particularly battles and acts of heroism – from the great epics MAHABHARATA and RAAMAAYANA".(siehe auch Link in der Linkliste)
Es ist eine dramatische Geschichte mit viel Aufruhr und Geschrei, die sehr fesselnd gespielt wurde. Es ist ein sehr altes Epos, das wohl erstmals zwischen dem 4.Jh. vor Christus und dem 4.Jh. nach Christus niedergeschrieben wurde: das Mahabharata. (siehe Link)

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Am Straßenrand...

Wenn man manchmal zu Fuß unterwegs ist, findet man allerhand Bemerkenswertes:
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Im Gottesdienst

Vergangenen Sonntag bin ich mit dem Fahrrad in die nächstgelegene katholische Kirche geradelt: um 6.40 morgens von zu Hause weg, um 7.00 Beginn des englischsprachigen Gottesdienstes. Ganz schön früh (für Rudi zu früh, ich fuhr alleine!). Als ich ankam, war alles bis auf den letzten Sitzplatz belegt! Die Lieder melodiös, aber fremd für mich. Über den gewohnten Ablauf freute ich mich: etwas Bekanntes!

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Essen, essen, essen...

Natürlich gibt es für mich nicht nur Arbeit und Schule!
Nein, manchmal lassen wir es auch krachen und genießen das vorzügliche indische Essen oder indisches "Kingfisher-Bier" zusammen mit guten Freunden:

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Ein neues Klassenzimmer für mich?

Letzte Woche überraschte mich die Schulleitung mit der Nachricht, ich bekäme für Deutsch ein neues Klassenzimmer. Ich dachte an einen feudalen großen Raum mit Computerausstattung und schöner Einrichtung. Aber wie in Deutschland lebt man auch hier nicht im Paradies:
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Ich hatte mit meinen drei 7.Klässlerinnen kaum Platz und alle mussten mit dem Rücken zu mir sitzen. So wurde ich am nächsten Morgen gleich mit der Bemerkung empfangen: your classroom has been changed again!

Ausflug zum Goethe-Institut

Da wir im Otober die Second-Language-Week haben, durfte jede Sprachgruppe einen Ausflug machen: Deshalb fuhr die Deutsche Gruppe zum "European-Language-Day" ans Goethe-Institut Bangalore. Fast alle europäischen Sprachen waren mit Beiträgen vertreten, aber für die Deutsch-Interessierten gab es sogar Schuhplattler (den mussten alle anwesenden Lehrer mittanzen) und Brezen! Wenn da nicht Heimatgefühle aufkommen...
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Akrobatik an der Fassade!

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Vor einigen Tagen wurde an meiner Schule die Fassade am Neubau gestrichen. So wird das hier gemacht!!

Dienstag, 27. September 2011

Die Indische Tanzgruppe Spic Macay besucht unsere Schule

Nach dem Unterricht hatten wir heute einen besonderen Kunstgenuss: Spic Macay ist eine Organisation von Künstlern, die Kindern traditionelle indische Musik und Tanz vorstellen will. Heute konnten wir ausdrucksvolle Tänze zur Musik bewundern:

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Noch mehr Bilder von diesem event kannst du in meinem Bilderalbum Spic Macay Tanz finden!

Endlich mal Freizeit!

Am Wochenende konnten wir endlich mal entspannen und unternahmen einen Ausflug nach Coorg. Das liegt im Westen von Bangalore etwa 4 Autostunden entfernt. Auf dem Hinweg haben wir fürs Frühstück in einem ländlichen Ausflugslokal Rast gemacht und ich fand beim Essen über meinem Kopf folgendes Exemplar: (Durchmesser etwa 12 cm)

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In Coorg im Resort "Orange County" wurden wir gleich von einer kleinen indischen Kapelle begrüßt und mit einem Glas Eiskaffee verwöhnt. Man wohnt dort sehr idyllisch und luxuriös in kleinen Häuschen und hat drumrum wunderschöne Natur. Gleich am Nachmittag nahmen wir an einer Coffee-Tour teil und wurden mit dem Traktor im Hänger zur Plantage gebracht. Dort lernten wir, wie man Kaffeepflanzen pflegt und überschüssige Zweige entfernt. Am nächsten Morgen brachen wir zu einer "Bird-Watching-Tour" auf und konnten so gleich einen zweistündigen Morgenspaziergang in der Umgebung genießen.

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Montag, 19. September 2011

Wer glaubt, Schule in Deutschland sei anstrengend ...

der soll mal hier in eine Schule gehen:
Da die Wege zur Schule meist sehr lang sind (die Stadt hat 12 Millionen Einwohner!) und der Verkehr zu Stoßzeiten die Straßen verstopft, dauert (zum Beispiel für mich) die Fahrt mit dem Schulbus nicht selten eine Stunde (oder länger). Ich stehe also um 6 auf und muss um 6.40 aus dem Haus, damit ich um 6.55 an der Bushaltestelle stehe. Die Schule beginnt dann auch um 7.45. Um 9.55 gibt es 15 Minuten Pause und ein kostenloses Essen für ALLE! (meistens Reis mit Gemüse) Dann geht der Unterricht bis um 12.55, bis es wieder eine Pause von 35 Minuten gibt, in der wieder alle kostenloses Mittagessen bekommen. Dann geht der Unterricht weiter bis 14.30. An Dienstagen und Freitagen haben wir bis 15.30 bzw 16.30 Schule (zumindest die Lehrer, denn es gibt jeden Freitag Konferenzen und Fachschaftstreffen). Auch Samstags gehen viele Lehrer und Schüler in die Schule für zusätzlichen Unterricht. (Das hab ich diesen Samstag auch gemacht)
Und Sonntags hatten wir den "Terry Fox Run", der für die Highschool-Schüler verpflichtend war. Von den Lehrern wurde erwartet, dass sie auch kamen. Natürlich haben sich Rudi und ich da auch nicht lumpen lassen und sind tapfer die 4km bei 31 Grad mitgejoggt...
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Das ist ein Teil meiner netten Kolleginnen zusammen mit der Schulleiterin

Sonntag, 18. September 2011

Christen in Bangalore

Das Christentum ist in Indien nach dem Hinduismus und Islam die drittgrößte Religion. 2001 lebten etwa 24 Millionen Christen in Indien. Dies entspricht einem Bevölkerungsanteil von 2,3 %.
Die ersten christlichen Gemeinden sollem mit den Thomaschristen ab 53 n. Chr. aufgrund des Zeugnisses des Apostels Thomas entlang der südlichen Malabarküste entstanden sein.
Die Inder berühren gerne "heilige" Gegenstände und "bekreuzigen" sich dann. Sie singen auch gern in ihren Gottesdiensten und nehmen ihren Glauben wie auch die Hindus und die Moslems sehr ernst.
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Russel Market - Indien pur!

Gestern haben wir zum ersten Mal Russell Market besucht!
Er wurde im Jahr 1927 erbaut und ist einer der ältesten Märkte, der den alten Charme der Stadt noch verkörpert. Angefangen von Früchten, Gemüse, Blumengirlanden über Autoteile, Fleisch, Fisch, Geflügel bis zu Haustieren findet man dort alles. Es ist ein Chaos aus Menschen, Fahrzeugen, Staub, Geräuschen, Eindrücken und Gerüchen!
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Habitat for Humanity

Unsere Schule beteiligt sich an mehreren sozialen Projekten. So fand diese Woche die offizielle Scheckübergabe für "Habitat for Humanity" statt. Schon über mehrere Jahre arbeiten Schüler und Lehrer daran mit, in slums Hilfe und Aufbauarbeit zu leisten. Ich finde es beachtlich, dass sich unsere Schüler, sie ja alle aus sogenannten "guten Familien" stammen, dazu nicht zu fein sind!
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Inauguration Day

Ein langersehnter Tag an der Schule:
Die neuen Räume wurden eingeweiht. In den letzten Wochen hatten wir Baustelle an der Schule, viele Handwerker waren beschäftigt während wir unterrichteten. Nun wurden in einem kleinen feierlichen Akt die neuen Räume ihrer Bestimmung übergeben und alle konnten schon mal einen Blick reinwerfen. (Nur kein Neid in Deutschland wegen des Billardraumes für die Schüler!!)
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Donnerstag, 15. September 2011

German Reunification

Am Dienstag haben wir einen Referenten in die Schule eingeladen: Rudi kam mit einer Powerpointpräsentation über die Deutsche Wiedervereinigung, denn mein Kollege aus der 8.Klasse bat uns, ob wir darüber nicht Informationen aus erster Hand liefern könnten. Wirklich gespannt hörten die Kinder zu und stellten am Ende noch Fragen. Das war wirklich super!
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Hindi-Tag an der Schule

Vorgestern wurde an unserer Schule Hindi-Tag gefeiert! Das heißt, alle Kinder, Lehrer und Mitarbeiter sollten in Nationaltracht kommen. Bei der morgendlichen Assembly wurde die Hindi-Hymne gesungen und Kinder aus der Hindi-Sprachgruppe erklärten in Wort und Bild, was Hindi eigentlich alles bedeutet. Die Kinder stellten dann auch sehr nett die Trachten der verschiedenen Volksgruppen vor, was wirklich sehr hübsch anzuschauen war.
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Samstag, 10. September 2011

Happy Onam!

Onam ist das bedeutendste und größte Fest in Kerala, dem Nachbarbundesstaat von Karnataka. Es wird in verschiedenen Formen aber in ganz Indien gefeiert. Ursprünglich war es in erster Linie ein Erntedankfest. Die Natur zeigt sich in ihrem Festtagskleid in glänzendem Grün, reich an Früchten und Blumen. Die Reisfelder wiegen sich in reifem Goldschimmer. Das Wetter ist sonnig und warm.
Onam wird zu Beginn des ersten Monats = Chingam des Malayalam-Kalenders, gefeiert. Da er ein Mondkalender ist, verändern sich
die Zeiten und entsprechen in etwa Ende August/Anfang September im Gregorianischen Kalender und Bhadrapada, dem Hindu-Kalender.

Ein weiterer Grund für Onam stammt aus einer Legende:
Es wird berichtet, dass die Zeit, in der König Mahabali regierte,
ein goldenes Zeitalter war. Der König wurde als weise, gerecht und großzügig verehrt. Allen im Staat ging es sehr gut, jeder Einwohner wurde gleichberechtig respektiert, unabhängig von Schicht, Kaste oder Einkommen. Es gab weder Kriminalität, noch Armut, noch Korruption.
Die Menschen verehrten ihren König Mahabali wie einen Gott.
Deshalb wurden die Götter eifersüchtig und neidisch … und beratschlagten, wie sie selbst wieder in den Genuss von Opfergaben kommen konnten.
Wie gesagt, der König war sehr großzügig und wohltätig. Nie schlug er einem Bittsteller einen Wunsch aus. Diese Tugend wurde von den Göttern ausgenutzt. Der Gott Vishnu erschien als Zwerg Vanama vor dem König und bat um ein Stück Land. Es erstaunte zwar den König, dass er soviel Land wollte, wie er mit 3 Schritten umfassen kann, doch er stimmte zu. Ein weiser Berater machte ihn aufmerksam, dass der Zwerg keine gewöhnliche Person war. Der König wollte jedoch sein gegebenes Wort halten. Darauf dehnte sich der „Zwerg“ so weit aus, dass seine Gestalt kosmische Größe annahm. Mit dem ersten Schritt bedeckte er die gesamte Erde, mit dem zweiten das Himmelsgewölbe. Dann fragte er den König, wohin er denn nun den dritten Schritt setzen solle. Jetzt wurde dem König klar, dass dies wirlich kein gewöhnlicher Brahmanen-Junge gewesen war und er mit dem dritten Fußtritt die Erde zerstören würde.
Deshalb verbeugte sich der König vor Vanama und bat ihn, den dritten Schritt auf seinen Kopf zu machen, damit er sein Versprechen halten könne. Dies geschah und der König wurde damit nach patala, d.h. in die Unterwelt gedrückt.
Dort erschien ihm Vishnu in seiner wahren Gestalt und erklärte, dass der König getestet werden sollte, ob er ein gegebenes Versprechen halten würde. Dies war zwar geschehen, aber der König mußte in der Unterwelt bleiben. Ein Wunsch wurde ihm erfüllt: Jedes Jahr einmal wollte er sein Volk besuchen um zu sehen, ob es diesem gut gehe.
Vishnu war berührt über diesen Wunsch, segnete ihn und erklärte, dass der König weiterhin von seinem Volk und von ihm geliebt würde. Sein Wunsch, einmal im Jahr auf die Erde zurückzukehren, wurde ihm erfüllt.
Dieser „Besuch“ wird nun jedes Jahr als Onam gefeiert mit viel Begeisterung, um dem König zu zeigen, dass es den Menschen gut geht.

An meiner Schule wurden die Kinder deshalb in Gruppen aufgeteilt und alle halfen zusammen, um den König gebührend zu begrüßen: sie fertigten verschiedene Pookalam für ihn an:
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Dienstag, 6. September 2011

Spic Macay Sufi Troupe

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Heute war ein ganz besonderer Tag: Es gastierte die Gruppe Spic Macay, die in Indien sehr bekannt sind. Ihr Ziel ist es, Indische Klassische Musik und Kultur der Jugend zu vermitteln.
Für mich war es ein großartiges Erlebnis, diese mitreißende und ergreifende Musik mitzuerleben!

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